Replik auf den Artikel von Konstantin Kossatschow im IPG-Journal von 16.05.2016

von Peter Koller, 26.05.2016

Der Artikel am 16.05. im von der SPD-nahen Friedrich Ebert Stiftung herausgegebenen IPG-Journal erschienene Artikel: “Löschen mit Benzin – Ein russischer Blick auf die neuen EU-Russland-Prinzipien” von Konstantin Kossatschow (http://www.ipg-journal.de/rubriken/aussen-und-sicherheitspolitik/artikel/loeschen-mit-benzin-1418/) wirft einige Fragen auf, die nicht unkommentiert bleiben dürfen.

Konstantin Kossatschow ist Vorsitzender des außenpolitischen Ausschusses des russischen Föderationsrates, jenes Föderationsrates also, der über den Einsatz russischer Truppen im Ausland zu befinden hat, und der Anfang März 2014 den Einsatz russischer Truppen auf der – damals noch ukrainischen – Halbinsel Krim genehmigte.

Nun ist es sicher kein Fehler in der derzeitigen aufgeheizten Situation auch russische Stimmen zu Wort kommen zu lassen. Der Kommentar von Kossatschow ist jedoch mehr als zweifelhaft und steht  in der unguten Tradition einer Berichterstattung des IPG-Journals, das die innenpolitische Entwicklung der Ukraine als kurz vorm Chaos stehend, den russischen Hybridkrieg in der Ostukraine verharmlosend und selbst US-Verschwörungstheoretikern wie John Mearsheimer ein Podium bietend, kein gutes Licht auf die außenpolitische Kompetenz der FES, wie auch der SPD insgesamt wirft.

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